The Hearing And The Sense Of Balance

The Hearing And The Sense Of Balance

Tracklist

01. Down There
02. Kiss The Judas
03. Milk And Honey
04. Ghosttown
05. Hello And Goodbye
06. Hang The DJ
07. Dancing In The Sunshine Of The Dark
08. Your Love Won’t Take Me Anywhere
09. Next To You
10. Spit Into The Fire
11. Princess Of New York
12. Rainy April Day

Bonus Tracks

13. Kiss The Judas (Live)
14. Rainy April Day (Demo)
15. Spit Into The Fire (Demo)
16. Elvis
17. Suffering

The Hearing And The Sense Of Balance oder “Fury nicht hier, Fury nicht da: Fury in Amerika!”

Nach dem Erfolg von Mono 1993/1994, monatelangen Tourneen durch Deutschland, Teile Europas und vor allen Dingen die USA, wurde Han(n)over nur noch mit einem N geschrieben.

Und wo das jetzt überhaupt liegt, hätte von uns eh keiner mehr genau sagen können. Das Fabelwesen „Zuhause“ eben. Unser Zuhause in der Zeit war knapp 20m lang, hatte Betten und einen Fernseher und fuhr meist zu schnell. Just in diesem Moment sollten wir aber wieder flux in das Pepermint Park Studio um mit Jens Krause, unter akribischer Beobachtung der Amis, unser Mono-Nachfolgewerk einzuspielen, welches uns dann innerhalb von 3 Sekunden von 0 auf 100 bringen sollte: soll heißen, der Madison Square Garden wurde schon mal vorgebucht. Natürlich kam alles ganz anders und überhaupt. Anstatt das große Ami-Album zu machen, schickten wir uns an, uns musikalisch wieder selbst zu finden. Es wurde gestritten und geschrien, Christof stieg aus der Band aus, Gero verschwand irgendwann von der Bildfläche und Streß und Druck wurden unsere zweiten Vornamen.

Aber denn wendete sich langsam alles zum Guten. Christof stieg wieder ein, Gero war auch wieder im Stall und hatte mit „Down There“ auch noch einen der besten Fury-Songs ever im Gepäck. Kai und Christof (be)schrieben mit „Rainy April Day“ mal eine andere Sichtweise vom Heldentod des Kurt Cobain und „Dancing In The Sunshine Of The Dark“ mauserte sich zum kleinen MTV-Hit, dank eines fantastischen Videos von René Eller.

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Die alten deutschen Tugenden brachten uns mal wieder eine Runde weiter. Wir sind eben wer wir sind. Die RCA/USA (unsere Schallplattenfirma in Ami-Land) kam schließlich weder mit unseren Texten, weil zu kritisch und zu wenig kommerziell, noch mit der Musik, zu europäisch und zu verspielt, zurecht. Als dann Monate später die Hälfte der RCA/USA auch noch gefeuert wurde, war unser Abenteuer in den Staaten erstmal vorbei. Wahrscheinlich das Beste, was uns zu diesem Zeitpunkt hätte passieren können.

„The Hearing And The Sense Of Balance” = “das Gehör und der Gleichgewichtssinn”. Ein großes Stück davon hatten wir uns zurückgeholt. Zuhause gestaltete sich die Sachlage dann auch etwa anders. „The Hearing…“ ging in die Top Ten, erreichte Gold-Status, wir gewannen den ersten Viva-Comet, wurden für den Echo nominiert und feierten die größte und erfolgreichste Tournee unserer Geschichte. Das Publikum will Sieger. Egal wie nah am Abgrund. In diesem Sinne.
Eure Furys.